Kloster Stift zum Heiligengrabe

Aktuelles


Zum Tod von Manfred Stolpe - ein Nachruf

Mit Trauer, mehr noch mit Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Manfred Stolpe.
Er war gemeinsam mit seiner Frau Ingrid Stolpe 15 Jahre Schirmherr für das Kloster Stift zum Heiligengrabe.

„Das kleine Wunder an der Prignitz“ so beschrieb Stolpe liebevoll und zutreffend das Kloster Stift, dem er, lange bevor er 2004 sein Schirmherr wurde, verbunden war.
Erste Begegnungen Stolpes gehen in die Zeit der 60er Jahre zurück, als er eine Weile im Kloster lebte und in regem Austausch mit Frau Äbtissin von Werthern stand.
Er schätzte die damalige Äbtissin, die zugleich auch Pastorin in Heiligengrabe war, sehr. Ebenso hatte er hohen Respekt vor der diakonischen Arbeit der Schwestern im Friedenshort. Stolpe begann schon in DDR-Zeiten Menschen (zumal Politiker und Diplomaten) auf das Stift hinzuweisen und Netzwerke zu knüpfen. Das setzte er als Ministerpräsident des Landes Brandenburg fort.

Nach Auszug der Diakonissen aus den Gebäuden des Kloster Stiftes in das nebenangelegene Gelände „Friedenshort“ in den 90er Jahren organisierte Stolpe als Vorsitzender des Vereins Porta Pacis zusammen mit dem Präsidenten der Kirchenkanzlei der EKU Dr. Wilhelm Hüffmeier die hochrangig besetzten sogenannten „Ideenkonferenzen“ zur Zukunft der Stiftes. Viele der dort entstandenen Ideen wurden nach 2001, als Frau Dr. Friederike Rupprecht ihr Amt als Äbtissin aufgenommen hatte, mit der Hilfe des Kulturministeriums, des Landesamtes für Denkmalpflege, wie mit dem inzwischen von ehemaligen Schülerinnen des Stifts gegründeten Vereins zur Förderung und Erhaltung des ev. Kloster Stift zum Heiligengrabe umgesetzt. Zahlreiche weitere Förderer aus dem Bereich der Politik und der Kirchen kamen hinzu. Auch private Spender wurden gewonnen. Herr Stolpe wirkte bei allen Entwicklungen öffentlich oder im Hintergrund mit.

Er ließ sich zu jeder Zeit auf die Bitte um Vermittlung zu Ministerien oder zu Großspendern ein. Nie ließ er eine Bitte oder Anfrage der Äbtissin unbeantwortet und trat auch ohne Anfrage, wo es nur möglich war, für die Belange und die Zukunft des Stifts ein. Regelmäßig besuchte er das Kloster und machte sich ein Bild von den Fortschritten. Sein Interesse und seine Zuwendung waren stets verlässlich und bildeten für alle, die sich für das Stift einsetzten, einen zuverlässigen Hintergrund. Die intensivste zusammenarbeit fand im Zeitraum 2001-2014 statt, als Frau Äbtissin Dr. Rupprecht das Leben im Kloster Stift neu gestaltete und auch baulich große Neuerungen realisiert werden konnten. Die damalige Äbtissin Rupprecht hatte in Herrn Stolpe nicht nur einen verständigen Unterstützer mit öffentlicher Wirksamkeit, sie fand bei ihm immer wieder Bestätigung und Anerkennung ihrer Pionierarbeit.

Die Übernahme der Schirmherrschaft durch Ingrid und Manfred Stolpe im Jahr 2004 war eine ehrenvolle Konsequenz der bis dahin über Jahrzehnte unausgesprochenen Beschirmung durch den Mann der Kirche und Politiker Manfred Stolpe.

Im Mai 2017 kam Stolpe, schon angeschlagen von seiner Krebserkrankung, zugleich in starker, froher Präsenz, Aufmerksamkeit, Anteilnahme ein letztes Mal zu Besuch in das Kloster Stift. „Hier habe ich mein Herz verloren“, bekannte er mit leuchtenden Augen. Anlässlich seines 80sten Geburtstages hat er einen Teil der Geldgeschenke für die Restauration der Gründungslegendentafeln gespendet. Sie sind – in kritischer Würdigung und Auseinandersetzung mit den darauf erzählten mittelalterlichen antijudaistischen Erzählungsstereotypen – wesentlicher Bestandteil der Dauerausstellung.

Mit 83 Jahren ist Manfred Stolpe am 29. Dezember 2019 gestorben. Wir trauern um ihn, und wir sind dankbar für seinen Sachverstand, seine Güte, sein Engagement, Umsicht und protestantische Glaubenshaltung, mit der er den Wiederaufbau und das Gedeihen des Kloster Stift zum Heiligengrabe begleitet hat.

Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben.
Sie ruhen von ihrer Arbeit, denn ihre Werke folgen ihnen nach.
Offenbarung 14, 13


Ausschreibung – Hotel- und Restaurantbetrieb „Klosterhof“

Wir suchen für den Hotel- und Restaurantbetrieb „Klosterhof“ zum nächst möglichen Zeitpunkt eine/n neue/n Pächter/in.

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster ist die einzige fast vollständig erhaltene und seit seiner Gründung durchgängig genutzte Klosteranlage in Brandenburg. Das Kloster Stift zum Heiligengrabe wurde 1998 als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft.

Hauptanliegen ist die Aufrechterhaltung und ständige Erweiterung des klösterlichen Lebens in einer klösterlichen Gemeinschaft. Daneben erfreuen sich landesweit die Angebote in unserem jährlich erscheinenden Veranstaltungskalender immer größerer Beliebtheit und weisen eine breite thematische Vielfalt auf.

Schon Tradition haben die Sommerkonzerte, die von Juni bis August samstags um 19 Uhr stattfinden. Des Weiteren sind Besucher zu wechselnden Ausstellungen, Führungen durch die Klosteranlage, Klostermärkten und anderen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Die Umgebung bietet gute Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern auf ausgeschilderten Wegen.

Der Hotel- und Restaurantbetrieb „Klosterhof“ liegt inmitten dieser historischen Klosteranlage. Das zu verpachtende Gebäude stammt aus dem Jahr 1985. Der Hotelbetrieb verfügt über 11 Doppelzimmer, 3 Einzelzimmer, 1 Dreibettzimmer und 1 Appartement. Das Restaurant hat 50 Plätze, dazu einen Nebenraum mit 48 Plätzen und zudem eine Terrasse mit dazugehörender Rasenfläche.

Der größere Teil der Gäste sind Gruppen, die teils im „Klosterhof“, teils in den Zimmern des Kloster Stift wohnen und im „Klosterhof“ die Mahlzeiten einnehmen. Dazu kommen Einzelgäste und zahlreiche Tagesgäste.

Aufgrund der besonderen Aufgabe des Kloster Stift als geistliches und kulturelles Zentrum in der Region bedarf es einer christlichen Werten gegenüber aufgeschlossenen Kooperation zwischen dem/der Pächter/in und dem Kloster Stift.

Wir suchen eine/n fachlich versierte/n Pächter/in mit Referenzen. Wir erwarten ganztägige Öffnungszeiten mit besonderer Berücksichtigung von Speisenangeboten für die Gastgruppen des Kloster Stift.

Wir bieten einen langjährigen Pachtvertrag.
Eine über dem Restaurant gelegene Drei-Raum-Mietwohnung ist vorhanden.

Nähere Auskünfte erteilt Ihnen Frau Sandra Niens (Tel. 033962/808-11).

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige schriftliche Bewerbung an das Kloster Stift zum Heiligengrabe, Stiftgelände 1, 16909 Heiligengrabe oder auf elektronischem Wege an s.niens@klosterheiligengrabe.de .


„Adeste fideles, laeti triumphantes…“

(H. Fr. Wade um 1740)

Mit dieser Zeile aus dem bekannten Adventlied wenden wir uns an Freunde der Konzerte im Kloster Stift zum Heiligengrabe.
Unsere Musikreihe ist für die Ausstrahlung des Klosters, seine Ausrichtung und wundervolle Atmosphäre wesentlich.
In langjähriger Tradition pflegen wir eine hochrangige, deutschlandweit angesehene, stilistisch weit gefächerte Konzertreihe, die ihre Türen für jedermann offen hält und auf Basis der Konzertkollekten geführt wird. Nicht immer decken diese die gesamten Konzertkosten, weshalb wir unsere herzliche Einladung an Sie zu unseren Adventskonzerten mit der Bitte um Ihre Zuwendung verbinden wollen. Jede Unterstützung Ihrerseits hilft, die Konzertreihe in dieser Form zu erhalten.

Kloster Stift zum Heiligengrabe
IBAN: DE88 3506 0190 0000 0088 00
BIC: GENODED1DKD
KD-Bank Duisburg
Verwendungszweck: „Konzerte“ (Unbedingt angeben!)

Mit allen guten Wünschen für die Zeit!

Dr. Erika Schweizer
Äbtissin


Teiche 2018/2019

Auf der Zielgeraden!

Die Bepflanzung des Teichgeländes wird in einigen Tagen beginnen.
-der Regen fehlt leider immer noch-

ELER http://www.eler.brandenburg.de
KOM https://ec.europa.eu/agriculture/index_de


Stiftskirche

Die Restaurierung des Innenraumes konnte mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz https://www.denkmalschutz.de
und mit Mitteln aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm V des Bundes erfolgen.

Ein großartiges wundervolles Ergebnis im gesamten Kirchenschiff.
-paradisische Rosenblüten und Rankenmalereien, die in die 2. Hälfte des 15. Jahundert datiert werden-

unerwartete Funde

  • figürliche Malerei -

- Wir sind dankbar-


Sommerkonzerte

01. Juni bis 29. August 2020 jeden Samstag 19.00 Uhr

Herbstkonzerte

So. 13. September 2020
Do. 03. Oktober 2020

Adventskonzerte

Sa. 05. Dezember 2020, So. 06. Dezember 2020, Sa. 12. Dezember 2020

Weitere Informationen zu unseren Konzerten.


Klostermärkte

So. 13. September 2020
Sa. 12. Dezember 2020

Tag des offenen Denkmals

So. 13. September 2020


Deutscher Preis für Denkmalschutz

Am 24. Oktober 2016 verlieh das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz die Silberne Halbkugel an Dr. Erika Schweizer und Dr. Friederike Rupprecht »für ihre 20 Jahre andauernde, schrittweise, beharrliche und außerordentlich engagierte Sicherung und Wiederherstellung des umfangreichen und teilweise stark gefährdeten Ensembles.« (Presseerklärung des DNK)

Zur Website des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz

Nagelkreuzgemeinschaft

Das Kloster Stift ist seit 06. 11. 2011 Zentrum der Nagelkreuzgemeinschaft.

An diesem Tag wurde ihm das Versöhnungskreuz aus Coventry überreicht. Damit verpflichtet sich die Gemeinschaft des Kloster Stift, die weltweite Versöhnungsarbeit der Nagelkreuzgemeinschaft zu unterstützen.


Titelbild: Dietmar Rabich