Kloster Stift zum Heiligengrabe

Aktuelles

Das Kloster Stift zum Heiligengrabe lädt herzlich ein

zum Waldgottesdienst am 16.09.2018 um 10.00 Uhr
im Stiftsforst auf dem Rastplatz (200 m hinter Hohe Heide Richtung Bölzke).
Mit Bläsern und anschließendem Essen aus der Feldküche.


Sonderaustellung

Das Sublime bei Immanuel Kant

Christine Keruth www.keruth.de

07. August bis 09. September 2018 - Luppaschuppen
Dienstag bis Sonntag 11.00 Uhr - 17.00 Uhr

In der im Kloster Stift zum Heiligengrabe gezeigten Auswahl aus einer Werkreihe geht es um das „Schöne“ und „Erhabene“.

Gedanken zu Immanuel Kant

Mit der Entwicklung des Ästhetikbegriffs der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert tritt im philosophischen Diskurs das „Erhabene“ als eigenständige Disziplin auf und geht eine Verbindung mit dem „Schönen“ ein. Darin nimmt die Künstlerin Bezug zu dem Philosophen Immanuel Kant, der sich 1790 in seiner „Kritik der Urteilskraft mit dem Schönen und Erhabenen auseinandersetzt.

Für Kant ist das Erhabene: „was schlechthin groß ist“ und er steigert diese Aussage noch: „was über alle Vergleichung groß ist“.
Die „Unangemessenheit unseres Vermögens der Größenschätzung“ erweckt das Gefühl eines „übersinnlichen Vermögens in uns“. Das Riesige, Unendliche, Dunkle löse im Betrachter Furcht aus, die sich jedoch mit anziehenden Empfindungen mische.

Der Philosoph veranschaulicht also Naturereignisse und benennt Beispiele für das, was er meint: hohe Felsen; sich auftürmende Donnerwolken; Vulkane; der grenzenlose Ozean; ein hoher Wasserfall.

Je furchtbarer umso anziehender soll es für ihn sein, aber mit der Einschränkung: wenn der Mensch sich in Sicherheit wähnt.

Und genau das erleben wir gegenwärtig, wenn Menschen- Sturmjäger (storm chasers) in den USA Tornados hinterher jagen, um diese filmisch festzuhalten, oder wenn Big-Wave-Surfer auf den Monsterwellen reiten und am Ufer die Menschenmenge Videoaufnahmen macht. Die Voyeure sind immer ein klein wenig vor der sie überkommenden Gefahr und dem Überrollen des Naturereignisses, doch immer noch in sicherer Entfernung.

Was ist so faszinierend daran?

Das Erhabene, das Sublime ist eine Möglichkeit, mit Situationen der Ohnmacht umzugehen. Wir erleben in der Natur oder eben dann vor dem Fernseher/ Video eine sinnlich-ästhetische Erfahrung, nämlich das wir kleiner sind, als das, was uns zu überrollen droht. Der Mensch sammelt aber auch Grenzerfahrungen in hereinbrechenden Schicksalsschlägen. Aus dieser Erfahrung heraus, dass wir kleiner sind als das Andere können wir erschrecken aber auch Kräfte der Selbstbehauptung entfalten.

Was ist zu sehen?

In der Ausstellung veranschaulicht ein Werk, diesen Zustand des Erstaunens vor dem Großen: Ein Mann blickt zu den hohen, tosenden Wellen hinauf. Er will diese mit seiner rechten Hand ergreifen, aber es bleibt beim Verharren der Hand in der Luft. Es könnte sich bei seiner Geste um ein Zeichnen in der Luft handeln.
Weitere Arbeiten in der Ausstellung zeigen große, bedrohliche Monsterwellen und wenn man genau hinschaut, entdeckt man vielleicht auch einen kleinen Surfer inmitten der tosenden Wellenbrunst.


Der Klosterladen wurde am Samstag, 28. Juli 2018 neu eröffnet.

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Sonntag
11.00 Uhr bis 17.00 Uhr


Juni 2018 – die Teiche, die Stege, die Regenentwässerung und das Labyrinth

Es ist vieles geschafft !

  • die Teichflächen sind vergrößert ( i.a. historische Form )
  • das Regenwasser kann abfließen
  • das Labyrinth ist begehbar
  • die Stege sind erstellt

Durch die Witterungsverhältnisse – wenig Regen – sind die gärtnerischen Arbeiten noch nicht abgeschlossen !

Frösche fühlen sich an den Teichen schon wieder sehr wohl ! (siehe Foto oben)


Sonderausstellung

"LEBEN & STERBEN IM WAHREN CHRISTLICHEN GLAUBEN"

DIE SALDERNSCHE HERRSCHAFT PLATTENBURG-WILSNACK IN DER REFORMATION
EINE AUSSTELLUNG DES BRANDENBURGISCHEN LANDESHAUPTARCHIVS
02. Juni bis 09. September 2018 - Kapitelstube
Dienstag bis Sonntag 11.00 Uhr - 17.00 Uhr

In seinem Testament von 1570 bekennt der Prignitzer Adlige Matthias von Saldern, dass er als ein getauffter Christ im rechten wahren apostolischen und christlichen glauben von nun an bestendiglich unwiderruflichen leben und sterben will. Seine Worte zeugen davon,
dass die auf die Bibel gegründete evangelische Predigt Martin Luthers in der Mark Brandenburg auf fruchtbaren Boden gefallen war. Zwar waren seine ersten Anhänger nicht gegen den heftigen Widerstand des katholischen Kurfürsten Joachim I. († 1535) durchgedrungen, doch als sein Sohn Joachim II.
1539 das Abendmahl „in beiderlei Gestalt“, also in der von Christus gebotenen Weise mit Brot und Wein, empfing, war das gesamte Land zur lutherischen Lehre,
wie sie in der Brandenburgischen Kirchenordnung von 1540 beschrieben wurde, übergetreten: Der sündige Mensch wird allein durch seinen Glauben an Jesus Christus, der für ihn am Kreuz gestorben ist, vor Gott gerechtfertigt und der göttlichen Gnade teilhaftig. Mit der dadurch gewonnenen Zuversicht führt er ein gottgefälliges Leben im Zeichen der Liebe.

Die Ausstellung verdeutlicht, wie der Adel im 16. Jahrhundert sein Dasein auf dem Land nach evangelischen Grundsätzen gestaltete und wie diese seine Lebensordnung
durchdrangen. Sie zeigt anhand des Beispiels der Adelsfamilie von Saldern in der Prignitz, wie man sich darum bemühte, ein Gemeinwesen zu verwirklichen, in dem die geistliche „ewige“ Seligkeit ebenso wie die weltliche „zeitliche“ Wohlfahrt des einzelnen Gläubigen erstrebt wurde – etwa durch Predigt des göttlichen Wortes, Ausbildung in Schulen und Universitäten sowie Armen- und Krankenfürsorge.
Porträt Martin Luthers um 1526,
Lucas Cranach d. Ä


Renaturierung beider Teiche auf dem Gelände des Kloster Stift zum Heiligengrabe

Renaturierung beider Teiche auf dem Gelände des Kloster Stift zum Heiligengrabe durch Vergrößerung der Teichflächen auf die historische Form
Errichtung von zwei Stegen und eines Labyrinths sowie Erweiterung der Regenentwässerung Erhalt Kulturerbe - 2018

Die Sanierung der historischen Teiche ist ein wichtiger Schritt zur Erhaltung der Ursprünglichkeit der Klosteranlage.
Die innerhalb des Klostergeländes liegenden Teiche versandeten zusehends,
eine Renaturierung der Teiche war dringend erforderlich.
Die Teiche und die Klostermauer sind, wie im Zusammenhang mit der gartenhistorischen Einordnung festgestellt, die einzigen Bestandsreste im Gartenbereich aus der Zeit der Zisterzienserinnen (13.Jh.).
Wegen der vielen Fastentage war die Fischzucht von besonderer Bedeutung für die mittelalterlichen Klöster.
In der Zeit der höheren Mädchenschule 1847 - 1945 wurde der große Teich sogar zum Badeteich für die Stiftsschülerinnen (19.Jh.) genutzt.
Die so genannte Badeanstalt bestand aus einer Plattform und seitlichen Sichtschutzwänden aus Holz.

Später in den 1950er Jahren dienten die Teiche den Schwestern des Friedenshortes und Kindern als Erholungsort.

Das Vorhaben wird im Rahmen

  • Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete gefördert!!!

Mit dieser wundervollen Möglichkeit der Förderung wird der Garten- und Außenbereich des Kloster Stift zum Heiligengabe als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung absolut aufgewertet und schon beim Begehen der Anlage wird dem Besucher ein Stück mehr von
der Klostergeschichte deutlich.

Mit der Sanierung der beiden Reste der noch vorhandenen Teiche wurde im Februar 2018 begonnen. Ihre ursprüngliche historische Form wird wieder herausgearbeitet wie man schon auf den Fotos unten erkennen kann.

Auch die zwingend notwendige Regenentwässerung wurde begonnen und der Unterbau für das Labyrinth ist schon erkennbar.

April/Mai 2018

Februar 2018

Nach langer Planungs- und Antragsphase
endlich wir haben begonnen !!!

ELER http://www.eler.brandenburg.de
KOM https://ec.europa.eu/agriculture/index_de


Sommerkonzerte

Juni bis 15. September 2018 jeden Samstag 19.00 Uhr

Herbstkonzerte

Mi., 03. Oktober, Sa. 20. Oktober, Heiliggrabkapelle jeweils 17 Uhr und
So., 04. November, Heiliggrabkapelle , Sa. 17. November, Kapitelsaal jeweils um 15 Uhr

Adventskonzerte

Sa., 08. Dezember, So., 09. Dezember und 16. Dezember
jeweils 15 Uhr

Weitere Informationen zu unseren Konzerten.


Klostermärkte

So., 09. September / Sa., 15. Dezember

Tag des offenen Denkmals

So., 09. September


Deutscher Preis für Denkmalschutz

Am 24. Oktober 2016 verlieh das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz die Silberne Halbkugel an Dr. Erika Schweizer und Dr. Friederike Rupprecht »für ihre 20 Jahre andauernde, schrittweise, beharrliche und außerordentlich engagierte Sicherung und Wiederherstellung des umfangreichen und teilweise stark gefährdeten Ensembles.« (Presseerklärung des DNK)

Zur Website des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz

Nagelkreuzgemeinschaft

Das Kloster Stift ist seit 6. 11. 2011 Zentrum der Nagelkreuzgemeinschaft.

An diesem Tag wurde ihm das Versöhnungskreuz aus Coventry überreicht. Damit verpflichtet sich die Gemeinschaft des Kloster Stift, die weltweite Versöhnungsarbeit der Nagelkreuzgemeinschaft zu unterstützen.