Kloster Stift zum Heiligengrabe

15. – 16. November 2019

Fontane-Seminar

Positionen zum Judentum: Martin Buber

Das Thema »Juden und Judentum« bewegte Theodor Fontane von den Anfängen seiner schriftstellerischen Karriere bis in die letzten Tage seines Lebens. Es war ein Großthema, an dem er sich abarbeitete. Juden gehörten zu seinem Freundes- und Korrespondentenkreis, er bearbeitete jüdische Stoffe in seinen Gedichten und Romanen. Er reflektierte über Jüdisches in seinen journalistischen Arbeiten, in Briefen und Fragmenten.
Für Fontane war die aufstrebende, akkulturierte jüdische Minderheit eine soziale Realität des modernen Preußen-Deutschland, besonders Berlins, das im Zentrum seines Schaffens steht. Allerdings war er uneins mit sich selbst, wie er diese soziale Realität beurteilen solle: dies führte zu einem weiten Spektrum unterschiedlichster Aussagen über Judentum und Juden, von großer Hochachtung bis nahe an irritierenden Antisemitismus.

In dem Seminar wollen wir in diese disparate, mitunter befremdende Welt literarischer Reflexion über Juden eindringen, anhand der gemeinsamen Lektüre und Interpretation einschlägig bekannter aber auch weniger bekannter Texte Fontanes.

BeginnFreitag, 18:00 Uhr, mit dem Abendgebet in der Heiliggrabkapelle
EndeSamstag, 17:00 Uhr
Tagungsbeitrag120 Euro
Teilnehmerzahl10–30
Herberge in der Abtei / Vollpension77 Euro
Gästezimmer Einkehrhaus / Vollpension65 Euro
Leitung

Prof. Dr. Thomas Brechenmacher, Professor für
Neuere Geschichte (deutsch-jüdische Geschichte),
Uni Potsdam

Moderation: Äbtissin Dr. Erika Schweizer

Anmeldungbis zum 21.10.2019